Mittwoch 19 – 21 Uhr
(Wiederholung des Blocks am Samstag 15:30 – 17:05 Uhr)

Vor dem Wettbewerbsblock: Einreichungen film:riss 06 TrailerWettbewerb

Jury: Robert Buchschwenter, Hannah Hollinger, Gabriele Neudecker und Michael Ramsauer

Preise: film:riss 06 Award, Akkreditierung/Gutscheine Crossing Europe Filmfestival Linz und Diagonale Graz, weitere Sachpreise


Still Auszüge Auszüge
von Cevdet Kilic (2006, privat, 30 min)
Buch/Schnitt/Produktion/Regie: Cevdet Kilic Kamera: Marco F. Zimprich Musik/Sound: Arda Cansiz Ton: Gregor Grkinic DarstellerInnen: Gernot Piff, Eszter Mollosi, Max Hofmann, uvm. Förderungen: MA 7 / Stadt Wien Kultur

Attila ist ein Tischmädchen-Zuhälter, der Frauen und Mädchen in Cafes und Lokale bringt, unter anderem auch seine Freundin. Als er von einem Freund eine ‘Bestellung’ bekommt, weigert sich Attila seine Frauen hinzubringen. Doch diese Entscheidung wurde bereits von den Leuten in diesem Milieu entschieden. Attila muss für sein Fehlverhalten mit Konsequenzen rechnen, aber nicht nur er, sondern auch die, die er liebt.

Cevdet Kilic (Jg. 1980) aus Wien studiert an der Technischen Universität in Wien Elektrotechnik. Filme: Stromabwärts (2003), Sklaverei (2004), Perspektive (2004)


Still Handkuss Handkuss
von Daniela Tilg und Simon Nickles (2006, privat, 12 min)
Konzept/Realisierung: Daniela Tilg und Simon Nickles Kamera: Daniela Tilg, Simon Nickles, Jürgen Peer DarstellerInnen: Karin Mayr, Fatima El Kosht Hanna Neumüller, Daniela Tilg, Jürgen Peer, Simon Nickles

Der Wecker reißt den Protagonist (Handpuppe) aus seinem Traum. Für ihn beginnt ein harter Arbeitstag. Beim Frühstück gibt es spannende Neuigkeiten aus dem Radio. Im Büro der übliche Kampf mit der Zigarette und auch sonst immer nur Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit. Nicht einmal beim Spaziergang im Park kann man seinen eigenen Vorlieben nachgehen. Schließlich noch sexueller Missbrauch nach dem Abendessen. Dazu läuft im Fernsehen Formel-1. Endlich geht es wieder ins Bett, aber auch dort gibt es keine Ruhe. Es gibt nur einen Ausweg aus der Misere.

Daniela Tilg (Jg. 1982) aus Axams. Kunstuniversität Linz (Bildnerische Erziehung und TG). Filme: One Way, Es regnet

Simon Nickles (Jg. 1982) aus Steuerberg. Kunstuniversität Linz (Bildnerische Erziehung und Werkerziehung). Filme: Der Schwarzmaler (2005), Im Atelier (2006)


Still Lektion von alltäglichem Pathos Lektion von alltäglichem Pathos
von Daniel Hoesl (2005/06, privat, 10 min)
Konzept/Realisierung: Daniel Hoesl Musik/Sound: Kornelia Huemer-Kals DarstellerInnen: Evamaria Schaller, Jochen Graf, Simon Aigner

Anne arbeitet beim Radio. Ihr Leben ist nicht aufregend: Tanzen in der Diskothek, Kino, und Billigurlaub. Ihre Beziehung ging in die Brüche, da er fremdging. Anne lebt in einem Zimmer in einer Salzburger WG. Das Zimmer ist weder hell noch dunkel – es ist grau. Ihr Mitbewohner mag Anne nicht. Er würde gerne alleine wohnen und ist ob seiner Gesamtfrustration aggressiv. Nach einem Diskobesuch wird Anne überfallen und landet im Rollstuhl. Der Dieb hat gute Arbeit geleistet. Das freut Annes Mitbewohner. Jemand anders zieht in ihr Zimmer. Auch den Job beim Radio ist sie los. Anne versucht aufzustehen, doch sie fällt hin. So ist das eben: Und das ist alles.


Daniel Hoesl (Jg. 1982) aus St. Pölten lebt in Wien. Abschluss Fachhochschule Salzburg (MultiMediaArt). Filme: Lektion in Tango (2003), Lektion in Disco (2004), Lektion in Bewegung (2005), Lektion in Einheit (2005), diverse Musikvideos mit TV-Rotation.

www.danielhoesl.com


Still deli.Moment deli.Moment
von Julia Frick und Sonja Aufderklamm (2005, privat, 10 min)
Regie/Schnitt: Julia Frick Buch/Kamera: Sonja Aufderklamm Produktionsleitung: Maria Senn Sound Design: Christoph Gruber, Raffael Gruber Ton: Dominik Mayr Musik: Guigue DarstellerInnen: Alice Frick, Alexander Pschill

Karin erlebt im Deli am Wiener Naschmarkt einen magischen, verrückten Moment („deli“ türk. = „verrückt“) – sie verliebt sich in einen Fremden. Plötzlich sieht die Welt ganz anders aus: Überall entdeckt sie nun die geheimen Zeichen in der Körpersprache von Verliebten …
Aufführungen: Ohne Kohle Filmfestival (2006)

Julia Frick (Jg. 1982) aus Wien. „deli.Moment“ wurde während ihres Germanistik-Studiums (Universität Wien) hergestellt. Heute arbeitet sie als selbständige Regisseurin. Filme (Auswahl): Jane Bond – Die Welt gehört den Frauen (2001), Jogging (2003), Eiswolke (2006) www.pelikanfilm.at

Sonja Aufderklamm (Jg. 1984) aus Innsbruck. Universität Wien (Theater-, Film- und Medienwissenschaft). „Deli.Moment“ ist ihr Erstlingswerk


Still Grenzgänger Grenzgänger
von Simon-Niklas Scheuring (2006, privat, 14 min)
Regie: Simon-Niklas Scheuring Buch: Christian Undeutsch Kamera: Christoph Wisser Schnitt/Ton: Clemens Sauerwein Produktionsleitung: Roland Schrotthofer, Simone Fröhlich Darsteller: Thomas Frank, Alexander Meile

Zwei junge österreichische Soldaten erschießen während des Grenzeinsatzes versehentlich einen Mann, der illegal die Grenze überquert hat. In dieser Ausnahmesituation geraten die beiden mit ihren konträren Sichtweisen aneinander.
Der Versuch einer Kritik am System, jungen Männern eine Waffe in die Hand zu drücken, ohne sich über mögliche Konsequenzen im Klaren zu sein. Denn solche scheinen grundsätzlich nicht erwartet zu werden. Warum kommt es dennoch immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen beim Grenzeinsatz?
Aufführungen: Schikaneder Kino, Wien (2006)


Simon-Niklas Scheuring (Jg. 1982) aus Östringen (D), lebt in Wien. Universität Wien (Theater-, Film- und Medienwissenschaft). Filme: Quitt…? (2005), 100% Underground (2006, Kamera), Exsekratus (2006, Regieassistenz).


Still Bild ein Bildein
von Eva Hausberger (2005/06, FH Salzburg, 18 min)
Regie/Buch/Produktion: Eva Hausberger Kamera: Tanja Schwaiger Schnitt: Eva Hausberger, Gerhard Daurer Musik/Sound: Lars Stigler, Peter Kutin Ton: Gerhard Daurer, Peter Kutin Darstellerinnen: Jana Hausberger, Miriam Pötz Förderungen: Land Burgenland, Gemeinde Bildein

Zwei Kinder machen sich auf die Suche nach ihrer verstorbenen Groflmutter. Valerie und Ida sind 11 Jahre alt und sehen sich erstmals mit dem Tod konfrontiert. Während sie Orte besuchen, die sie speziell mit ihrer Oma verbinden, zieht eine Mauer und die Frage nach dem Dahinter die Mädchen in ihren Bann. Mehr und mehr wird sie zum Erklärungsmodell für die Kinder mit dem Unausweichlichen, dem Tod, umzugehen.

Eva Hausberger (Jg. 1983) aus Spielberg, lebt in Wien. Fachhochschule Salzburg (MultiMediaArt). Filme: Die Leiberl der Barbara Wilding, See, Elena. ÑBildeinì ist Evas Diplomfilm.