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der HFF „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg

Samstag, 17. November, 18:00 Uhr, Saal 1

film:riss möchte in seinem dritten Jahr ein Fenster öffnen, um interessante studentische Plattformen und Bildungsstätten im Ausland vorzustellen.

Das erste Fenster schaut nach Potsdam. Dort – neben den Babelsberger Filmstudios – sitzt die Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg. Sie ist die einzige Kunsthochschule des Landes Brandenburg und die älteste und größte von fünf Medienhochschulen in Deutschland – und Veranstalterin eines der bedeutendsten Studentenfilmfestivals Europas: sehsüchte.

1972 fand das Festival erstmals statt, dazumal als wissenschaftliche Leistungsschau unter dem Namen „FDJ-Studententage“. Nach kurzer Unterbrechung nach der Wende wurde das Festival mit neuem Namen „sehsüchte“ von Studenten der audiovisuellen Medienwissenschaft der HFF zurück ins Leben gerufen. Das Festival ging so in eine neue zukunftsweisende Richtung und ist mittlerweile Europas größtes internationales Studentenfilmfestival, mit über 700 Einreichungen und auch beachtlichen Prämien: 5000 Euro für den besten Spiel- und Dokumentar- und 2000 Euro für den besten Animationsfilm.

Das sehsüchte-Festival präsentiert sich bei film:riss 07 mit Filmen der eigenen Hochschule, die vergangenen April im Programm der 36. sehsüchte liefen. Die Auswahl repräsentiert die Programmausrichtung des Festivals wie auch der HFF „Konrad Wolf“ und zeigt fünf Filme: perfekt reduziertes und inszeniertes (Kurz-)Geschichtenerzählen (Flügel), ein wunderschön fotografiertes Dokument einer Wattenmeer-Durchschreitung (Tohuus) und verspielt-animierte Träume (Inbetween); beginnen und enden wird der Block mit Humor (Good Vibrations, Die Schwarze Kolonne) – ein Genre, an das sich hierzulande leider nur wenige Studentenfilme (gelungen) heranwagen. Dauer des Programms: 55 Minuten.

www.sehsuechte.de

Good Vibrations von Timo Quistorff, 2006, 15 min
Drei Burschen warten im Landgasthaus auf ihren Drogen-Dealer. Ein verirrter Vibrator-Verkäufer bringt den Deal durcheinander.

Flügel von Félix Koch, 2005, 7 min
Vom Vater aufgezwungene Klavierkonzerte sind der Alltag eines kleinen Jungen. Nur das Basteln von Papierfliegern bietet ihm die Möglichkeit, für einen Moment seine Kindheit auszuleben. Jedoch nicht ohne Konsequenzen.

Inbetween von Sonja Rohleder, 2006, 2 min
Ein Film wie ein Kaleidoskop: Wir werden zurückversetzt in unsere Kindheit – in eine Welt zwischen Traum und Realität.

Tohuus – Zuhause von Florian Schewe, 2007, 11 min
Bei manch einem im Wattenmeer ist der einzige Bezug zur Außenwelt der Postbote. Und auf diesen ist zu jeder Tages- und Jahreszeit Verlass. Unermüdlich stapft Knut Knudsen mit nichts weiter als seinem inneren Kompass durch das Wattenmeer.


Die schwarze Kolonne von Andreas Schaap, 2007, 18 min
„Es geht um Gut, es geht um Böse, es geht um Macht, es geht um Liebe, es geht um Verbrechen, es geht um Gerechtigkeit, es geht um Politik, es geht um Moral, es geht um Anstand … aber vor allen Dingen … geht’s um die Wurst!“